
Ein Familiengarten muss vieles gleichzeitig können: Raum für Bewegung bieten, Platz für gemeinsame Stunden schaffen und genauso gut kleine Rückzugsmöglichkeiten bereithalten. Dabei treffen die Wünsche von Kindern und Erwachsenen aufeinander – und die können durchaus unterschiedlich sein. Umso spannender ist es, einen Garten zu gestalten, in dem Spielen, Entspannen und Naturerleben selbstverständlich zusammengehören. Mit der richtigen Gestaltung entsteht so ein vielseitiger Lebensraum im Grünen, den die ganze Familie gerne nutzt.
Bevor Sandkasten, Terrasse oder Gemüsebeet ihren Platz finden, lohnt sich ein Blick auf den Garten als Ganzes. Welche Bereiche werden besonders häufig genutzt? Wo fällt viel Sonne hin, wo entsteht angenehmer Schatten? Welche Flächen sollen offen bleiben und wo darf es etwas geschützter sein?
Eine klare Gliederung hilft dabei, die unterschiedlichen Nutzungen miteinander zu verbinden. Hecken, Staudenbeete, niedrige Mauern oder Wege können einzelne Gartenbereiche voneinander abgrenzen, ohne sie vollständig zu trennen. So kann beispielsweise eine offene Rasenfläche an einen Spielbereich anschließen, während sich etwas weiter entfernt eine geschützte Terrasse befindet.
Gerade bei kleineren Grundstücken ist eine sorgfältige Planung wichtig. Nicht jede Funktion braucht einen eigenen großen Bereich. Vielmehr können Flächen flexibel genutzt und einzelne Elemente geschickt miteinander kombiniert werden.
Kinder brauchen im Garten vor allem Freiraum. Dabei muss nicht jede Beschäftigung durch ein fest installiertes Spielgerät vorgegeben werden. Eine offene Rasenfläche, natürliche Materialien und kleine verwinkelte Bereiche bieten immer wieder neue Möglichkeiten zum Spielen und Entdecken. Ergänzend können einzelne Spielelemente gezielt in die Gartengestaltung integriert werden:
So wichtig Platz zum Spielen ist, genauso wichtig sind ruhige Bereiche. Eine großzügige Terrasse kann zum Mittelpunkt des Familienlebens werden: für gemeinsame Mahlzeiten, Grillabende oder einen entspannten Nachmittag draußen.
Daneben können kleinere Sitzplätze entstehen. Eine Bank unter einem Baum, eine geschützte Ecke zwischen Stauden oder eine Pergola schaffen zusätzliche Rückzugsmöglichkeiten. Besonders spannend wirkt ein Garten, wenn nicht jeder Bereich auf den ersten Blick sichtbar ist. Durch Pflanzen, Hecken oder unterschiedliche Höhen entstehen kleine Gartenräume mit jeweils eigenem Charakter.
Schatten sollte dabei von Beginn an berücksichtigt werden. Bäume, begrünte Pergolen oder andere natürliche Schattenspender sorgen besonders an heißen Sommertagen für angenehme Aufenthaltsorte.
Im Familiengarten lässt sich Natur nicht nur beobachten, sondern auch schmecken. Erdbeeren direkt vom Beet, Johannisbeeren vom Strauch oder selbst gezogene Tomaten machen besonders Kindern Spaß und zeigen ganz nebenbei, wo Lebensmittel eigentlich herkommen.
Ein eigener Nutzgarten muss dafür gar nicht groß sein. Schon ein Hochbeet oder einige Beerensträucher reichen für erste gemeinsame Gartenprojekte aus. Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Radieschen, Pflücksalat und verschiedene Kräuter sind unkomplizierte Möglichkeiten, um essbare Pflanzen in die Gartengestaltung einzubeziehen.
Das gemeinsame Säen, Gießen und Ernten macht Veränderungen im Garten unmittelbar erlebbar. Auf diese Weise wird der Nutzgarten gleichzeitig zu einem Ort, an dem Kinder natürliche Kreisläufe kennenlernen können.
Robust und pflegeleicht darf die Bepflanzung eines Familiengartens sein – langweilig muss sie deshalb noch lange nicht werden. Eine Mischung aus Stauden, Gräsern, Gehölzen und saisonalen Blütenpflanzen sorgt dafür, dass sich das Bild im Laufe des Jahres immer wieder verändert.
Auch die Tierwelt darf ihren Platz bekommen. Blühende Stauden und heimische Gehölze bieten Nahrung und Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten. Kleine naturnahe Bereiche können zusätzlich spannende Beobachtungsmöglichkeiten schaffen.
Bei der Auswahl der Pflanzen sollte allerdings berücksichtigt werden, wer den Garten nutzt. Giftige Pflanzen oder stark bedornte Gehölze sind insbesondere in unmittelbarer Nähe häufig genutzter Spielbereiche weniger geeignet.
Wo Kinder spielen und entdecken, gehört Sicherheit von Beginn an zur Gartenplanung. Dabei geht es nicht darum, jede Unebenheit zu beseitigen oder sämtliche Abenteuer aus dem Garten zu verbannen. Vielmehr sollten mögliche Gefahrenstellen früh erkannt und bei der Gestaltung sinnvoll berücksichtigt werden. Dazu gehören insbesondere:
Ein Familiengarten verändert sich mit seinen Bewohnern. Kinder werden älter, Interessen wechseln und damit entstehen neue Anforderungen. Wo heute ein Sandkasten steht, kann später ein Hochbeet entstehen. Die Fläche unter der Schaukel wird vielleicht zum Sitzplatz und aus einem Spielhaus ein Rückzugsort für ältere Kinder.
Deshalb lohnt es sich, Spiel- und Aufenthaltsbereiche von Anfang an möglichst flexibel zu planen. Auch manche Konstruktionen können später eine neue Funktion übernehmen. So lässt sich ein stabiles Holzgerüst beispielsweise als Rankhilfe oder Teil einer Pergola weiterverwenden.
Eine durchdachte Planung schafft damit nicht nur für den Moment passende Lösungen, sondern lässt auch Raum für zukünftige Veränderungen.
Wir stehen Ihnen jederzeit mit unserem Fachwissen und unserer Erfahrung zur Seite, wenn sie einen Familiengarten gestalten möchten. Sie benötigen noch weitere Hilfe? Melden Sie sich gerne über unser Kontaktformular oder rufen Sie uns einfach unter der 0 540 1 – 497 996 an.
Hagedorn Landschaftsgärtner – Wir sind ihr Partner für den Gartenbau und die ganzjährige Gartenpflege in den Regionen: Bad Essen, Bad Iburg, Bad Laer, Bad Rothenfelde, Belm, Bohmte, Bramsche, Georgsmarienhütte, Ibbenbüren, Lengerich, Lotte, Melle, Mettingen, Osnabrück, Osterkappeln, Tecklenburg und Wallenhorst.
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